Versuch. Fehler. Versuch

Versuch und Fehler. Beim Vollschreiben eines Blogs ist das in dieser Zeit der Versuch, etwas abzusondern, was einerseits zwar einen Mehrwert hat für andere, nicht zu knapp aber auch ein Selbstzweck ist für den Autor. Und so starte ich den Versuch nach langer Zeit einfach neu. Themen gibt es genug. Wald und Wiese sind und bleiben Themen. Nein nein, nicht Wald und Wiese im forstwirtschaftlichen Sinne sondern, natürlich, Seelen-Wald und Seelen-Wiese, sozusagen. Und vielleicht kommt ja auch ein wenig Linux vor. Und Windows. Vielleicht auch nicht. Wer weiß..

Schreibblockade? Ein böses Wort

Seit viel zu langer Zeit ist hier nichts Relevantes mehr erschienen. Heute will ich, quasi als ersten Schritt, mal damit beginnen, aufzudröseln, woran das liegt. Das böse Wort von einer Schreibblockade schwirrt mir durch den Kopf. Schreibblockade, ein böses und ein großes Wort. Man denkt an Schriftsteller und schwere Schreib- und oft auch Lebenskrisen. Bei mir hängt das alles ein wenig tiefer, aber ich will nicht verhehlen, dass mich dieses Nicht-Schreiben-Können auch sehr in meinem Befinden berührt. Ich habe mir über die Jahre ein Ventil geschaffen. Das Ventil hört auf den Namen Blog. Immer, wenn mir etwas wichtig war/ist, dann schreibe ich darüber. Natürlich gibt es so was wie einen gelebten Privacy-Filter. Allzu Privates findet hier nicht statt, einerseits. Andererseits scheue ich immer weniger davor zurück, Themen anzunehmen. Politisches hätte man hier früher niemals gelesen. Heute würde ich mir komisch vorkommen, wenn ich diesen so wichtigen Lebensbereich aussparen würde. Aber, zurück zum Thema!

Was hält Dich ab?

Die Antwort auf die Frage, was mich schlussendlich vom Schreiben und vor allem vom Veröffentlichen abhält, ist ein Mittelding aus verschiedenen Schlagworten. Zum Einen gehen mir zu viele Themen durch den Kopf und wenn ich diese dann bearbeiten will und wenn ich sie vor allem so aufbereiten will, dass sie für Euch da draußen einen Mehrwert darstellen, dann muss ich allzu oft schon an diesem Punkt die Segel streichen, denn die Zeit für eine wirklich ausführliche Recherche fehlt mir und ich will nicht Allgemeinplätze von mir geben, die mich an anderer Stelle so oft ärgern. Ich will das ganze Bild darstellen, idealerweise. Schreibblockade? Ein böses Wort weiterlesen

Ende der Sommerpause. Schreiben, Denken, Fühlen .. und dann das Geschriebene hier Ausstellen

Meine späte Sommer(blog)pause endet heute. Jaja, ihr habt Recht. Der Begriff der Pause klingt geplant. Dabei war es doch eher zufällig, dass ich jetzt seit knapp zwei Monaten nichts mehr gebloggt habe. Da war viel Arbeit im Weg und viel Unterwegs-Sein, da war aber auch viel Ärgern und Zweifeln, ob man über bestimmte Vorfälle und Themen bloggen soll. Generell gilt ja: Man kann und soll über alles bloggen. Andererseits, wenn ich beispielsweise über meine Wut und meine Enttäuschung schreibe, die mich packt, wenn ich bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse anschaue, dann sollte man bereit sein für eine (offene) Diskussion. Das war ich zuletzt immer weniger. Auch deshalb habe ich nichts geschrieben über das Tun bzw. das Nicht-Tun unserer derzeitigen Bundesregierung. Ich habe nicht geschrieben über Hartz-IV oder über Regelsätze, ich habe nicht geschrieben wie unsäglich und unerträglich ich es empfinde, dass wir in einem der reichsten Länder der Welt nicht nur nicht fähig sind, Probleme am Arbeitsmarkt wirklich anzugehen oder das Thema Integration, sondern dass wir voll akzeptiert Bevölkerungsgruppen haben und (politische) Organisationen, die sehenden Auges Menschen bewusst in Verhältnisse stossen, aus denen sie teilweise ein ganzes Menschenleben nicht mehr herauskommen. Gleichzeitig werden Menschen ohne Not und nur aus wahltaktischen Gründen oder, um die eigene Klientel wieder besser zu aktivieren, kriminalisiert.

Uuuups ..

.. da passiert es schon wieder. Kaum dass mir bestimmte Stichworte einfallen, geht es mit mir durch. Ich will versuchen, über all das zu schreiben. Allerdings werde ich nur Artikel veröffentlichen, wenn es mir gelingt, zwar Meinung zu transportieren, aber gleichzeitig dennoch ausgewogen zu argumentieren. Ich bin kein Agitator und möchte auch keiner sein. Übrigens sind es auch die überall vorhandenen Agitatoren, die es mir nahezu unmöglich machen, Blogs oder Zeitungen zu lesen oder eine Fernsehsendung anzuschauen, weil überall nur noch Zerrbilder veröffentlicht werden. Dabei gilt doch: Feuer mag manchmal gegen Feuer helfen. Meistens ist es aber deutlich effektiver, wenn man sich erstmal ruhig und sachlich überlegt, welche Massnahmen gegen ein Feuer am besten helfen und diese dann konsequent und frei von Aufgeregtheiten abarbeitet. Ich hoffe jedenfalls, unaufgeregt zu bleiben und trotzdem über manche Themen schreiben zu können.