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Ende der Sommerpause. Schreiben, Denken, Fühlen .. und dann das Geschriebene hier Ausstellen

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Meine späte Sommer(blog)pause endet heute. Jaja, ihr habt Recht. Der Begriff der Pause klingt geplant. Dabei war es doch eher zufällig, dass ich jetzt seit knapp zwei Monaten nichts mehr gebloggt habe. Da war viel Arbeit im Weg und viel Unterwegs-Sein, da war aber auch viel Ärgern und Zweifeln, ob man über bestimmte Vorfälle und Themen bloggen soll. Generell gilt ja: Man kann und soll über alles bloggen. Andererseits, wenn ich beispielsweise über meine Wut und meine Enttäuschung schreibe, die mich packt, wenn ich bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse anschaue, dann sollte man bereit sein für eine (offene) Diskussion. Das war ich zuletzt immer weniger. Auch deshalb habe ich nichts geschrieben über das Tun bzw. das Nicht-Tun unserer derzeitigen Bundesregierung. Ich habe nicht geschrieben über Hartz-IV oder über Regelsätze, ich habe nicht geschrieben wie unsäglich und unerträglich ich es empfinde, dass wir in einem der reichsten Länder der Welt nicht nur nicht fähig sind, Probleme am Arbeitsmarkt wirklich anzugehen oder das Thema Integration, sondern dass wir voll akzeptiert Bevölkerungsgruppen haben und (politische) Organisationen, die sehenden Auges Menschen bewusst in Verhältnisse stossen, aus denen sie teilweise ein ganzes Menschenleben nicht mehr herauskommen. Gleichzeitig werden Menschen ohne Not und nur aus wahltaktischen Gründen oder, um die eigene Klientel wieder besser zu aktivieren, kriminalisiert.

Uuuups ..

.. da passiert es schon wieder. Kaum dass mir bestimmte Stichworte einfallen, geht es mit mir durch. Ich will versuchen, über all das zu schreiben. Allerdings werde ich nur Artikel veröffentlichen, wenn es mir gelingt, zwar Meinung zu transportieren, aber gleichzeitig dennoch ausgewogen zu argumentieren. Ich bin kein Agitator und möchte auch keiner sein. Übrigens sind es auch die überall vorhandenen Agitatoren, die es mir nahezu unmöglich machen, Blogs oder Zeitungen zu lesen oder eine Fernsehsendung anzuschauen, weil überall nur noch Zerrbilder veröffentlicht werden. Dabei gilt doch: Feuer mag manchmal gegen Feuer helfen. Meistens ist es aber deutlich effektiver, wenn man sich erstmal ruhig und sachlich überlegt, welche Massnahmen gegen ein Feuer am besten helfen und diese dann konsequent und frei von Aufgeregtheiten abarbeitet. Ich hoffe jedenfalls, unaufgeregt zu bleiben und trotzdem über manche Themen schreiben zu können.

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Wenn Blogs Seelennahrung sind

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In den letzten Monaten ist es schwer geworden, Blogs zu entdecken, die einfach Spaß machen. Allzu oft haben sich frühere Überzeugungstäter zu Kosten-Nutzen-Schreibern entwickelt. Grundsätzlich habe ich kein Problem damit, dass erfolgreiche Schreiber sich überlegen, wie man Geld verdienen kann mit einem Blog. Allzu oft enden diese Überlegungen aber in einem Analytics gesteuerten Denken, Handeln, Schreiben und Tun. Inhalte kommen zu kurz, Oberflächliches nimmt zu.

In dieser Situation macht es mir besonders viel Spaß, wenn ich auf Blogs stosse oder diese wieder entdecke, die bewusst oder unbewusst diesem unseeligen Trend entgegenwirken. Jürgen Fenn betreibt mit schneeschmelze ein Blog, das ich voller Freude wiederentdeckt habe. Er schreibt und veröffentlicht »vermischte Schriften«, wie er das nennt. Obwohl das Blog gerade kein vordergründig vorhandenes stringent ausgeführtes Thema hat, macht es einfach Spaß, Beiträge zu lesen und das Blog einfach so zu durchstöbern. Die Beiträge sind aus Interesse verfasst worden und eben nicht, weil sie vielleicht viele Klicks bringen würden. Das so entstandene Niveau und die flüssige Schreibe heben sich wohltuend vom Einerlei vieler anderer Blogs ab, ohne das der Autor jemals in ein oberlehrerhaftes Dozieren verfällt.

Ich wünsche mir, dass es auf lange Sicht mehr Blogs gibt, deren Macher einfach drauflos schreiben und sich nicht zuuu sehr mit der Suche nach einem Geschäftsmodell befassen. Schliesslich gilt: Man muss nicht mit allem Geld verdienen.

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Kommt ein Stöckchen geflogen: Dein erster Eintrag

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Gestern erreichte mich aus dem schönen Graz ein Stöckchen. Martin, der Betreiber des Blogausgraz bewarf mich und zwei andere Blogger zielsicher. Ich bedanke mich für den »Anwurf«, der seinen Anfang beim Guennersen Blog nahm und dann via Happy-Buddha-Blog zu Martin kam, und nun eben zu mir. Quasi als Gebrauchsanweisung zitiere ich mal Martin bzw. aus der Anweisung, wie das Stöckchen behandelt werden soll:

»Verlinke in dem Stöckchen, das du erhälst, deinen ersten Eintrag, den du in deinem Blog veröffentlicht hast und dazu alle Einträge derjenigen, die das Stöckchen vor dir hatten. Werfe das Stöckchen anschließend an 3 Blogger weiter.«

In Fall meines neuen Blogs ist der erste Beitrag vermutlich nicht sonderlich interessant. Er ist zudem auch noch nicht so alt, denn ich habe das Blog erst im Dezember 2008 neu aufgesetzt. »Hallo Welt!« ist der von WordPress erzeugte standardmässige erste Beitrag, der dem Blogbetreiber zeigen soll, wie ein Beitrag ausschaut auf seinem ganz frisch aufgesetzten Blog. Ich fand das seinerzeit recht witzig, diesen Beitrag nicht zu löschen, sondern ihn genau da zu belassen, wo er eben gerade war.

Wie (eigentlich) alles anfing

Seit ich das Stöckchen zugeworfen bekommen habe, habe ich nochmal nachgedacht, wie genau das eigentlich anfing damals mit dem Bloggen. Die Anfänge, das war irgendwann Anfang 2005. Ich hatte das Bloggen als Neu wahrgenommen und war sofort begeistert von der Idee, selbst und eigenständig publizieren zu können. Ich startete mein erstes Blog bei Blogg.de. Es lebte nicht sehr lange, denn sehr schnell bemerkte ich, dass die Möglichkeiten z.B. das Blog-Design zu beeinflussen eher eingeschränkt waren. Nach ein wenig Sucherei war mir sehr schnell klar, dass ich das Blog selber Hosten musste, wenn ich absolute Freiheit haben wollte in Bezug auf Design, Inhalte und Formalien. In 2006 startete ich die alte »Morgenlandfahrt«. Diese bestand bis Ende 2008. Mitten während der Weihnachtsfeiertage knackte man mir das Blog und ich musste mich anschliessend entscheiden, alles einfach neu einzuspielen (Datenbank und Design waren ja gesichert) oder einen Neu-Anfang zu wagen.

Neuer Anfang. Neues altes Blog. Neue alte Gedanken

Ich entschied mich für den Neu-Anfang und verstehe das bis heute auch als Zeichen, mich erneut für das Bloggen zu entscheiden. Aus »Morgenlandfahrt« wurde (zumindest im Titel) Morgenland. Unter diesem Namen bin ich in der Webszene ein wenig bekannt. Da ist es nur folgerichtig, mich zu diesem Namen auch zu bekennen. Ich empfand und empfinde meinen Neu-Anfang in Sachen Bloggen bis heute als richtig. Beinahe könnte man sagen, dass ich den jungen Mitmenschen aus China, die mein Blog seinerzeit geknackt hatten, dankbar bin. Im alten Blog hatte sich viel angesammelt. In zwei Jahren Bloggerei und beinahe 300 Beiträgen fand sich sowohl inhaltlich als auch formal viel, was ich eigentlich hätte aussortieren wollen. Dazu kamen, wie schon gesagt, Formalien. Ein Beispiel: Ich hatte anfangs Photographien mittels Plugins in die Texte eingebunden, hatte mich aber dann nach einer Zeit dafür entschieden, die Bilder nur noch aus Ipernity einzubinden und also keinerlei Bildmaterial auf dem Server zu lagern. Im alten Blog befanden sich aber durchaus viele Bilder vom Server und andererseits Bilder, die ich via Ipernity eingebunden hatte. Aussortieren wäre in Arbeit ausgeartet ;). Ein Neu-Anfang mit der Möglichkeit einer Neu-Ausrichtung gefiel und gefällt mir bis heute besser.

Fazit

Im Guennersen Blog wird die derzeit populäre Frage aufgeworfen, ob Blogs tot sind. Ich meine, dass Blogs ganz und gar nicht tot sind. Ich glaube aber, dass die Anwendung Blog sich einem Wandel unterzieht. Als Blogs aufkamen gab es kein Twitter, es gab auch Services wie Posterous noch nicht. Beide Kommunikationsformen ergänzen aus meiner Sicht die Möglichkeiten des webaffinen Zeitgenossen. Die Mächtigkeit des Themas ergibt für mich heute, welchen Kommunikationskanal ist verwende. Twitter ist schnell und kurz, eignet sich aber kaum für eine ausführliche und vollständige Erörterung eines Themas. Posterous ist wiederum deutlich einfacher als das normale Bloggen, stellt sich aber aus meiner Sicht weitaus flüchtiger dar als das Bloggen auf einem festen Blog. Das Bloggen ist nicht mehr so in Mode. Für mich birgt dieses »Aus-dem-Rampenlicht-kommen« die Chance, dass Bloginhalte qualitativ besser werden, weil jetzt nur noch die Leute schreiben, die was sagen wollen. Gegen eine gewisse Selbtzentriertheit habe ich dabei übrigens gar nichts.

Das Stöckchen fliegt weiter

Ich reiche das Stöckchen weiter an INJELEA, DEPONE und an muhh.