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Schlagwort: Shopping

Seife. Seife. Und nochmals Seife

Und noch eine Seifen-Story. Zuletzt hab ich ja darüber geschrieben, dass ich auf der Suche nach einem Shampoo bin, dass man nicht in Plastikflaschen abfüllt und ich somit Flasche für Flasche Plastik in die Welt setze. Beim Shampoo bin ich fündig geworden und natürlich gilt auch für Seifen, dass ein Verzicht von Plastik essentiell ist. Und was mir schon in vielen anderen Situationen passiert ist, dass nämlich eine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Sache nicht nur diese eine Sache beeinflusst, sondern dadurch auch andere Dinge in Fluss geraten, so gibt es diese anderen Dinge auch beim Thema Seife. Sich hinzuwenden zu einem Produkt, dass es zwar gibt, dass aber noch nicht von den großen Industrieunternehmen entdeckt wurde, hat weitere Vorteile. Jedes Stück Seife, dass ich nicht von einer der Multis kaufe, ist ein Stück gegen das Diktat der großen Unternehmen. Was sich anhört wie das Statement eines Links-Intellektuellen ist dabei aber vor allem und zuerst ein Bekenntnis zur Vielfalt und auch ein Bekenntnis, Produkte gut zu machen und nicht vor allem billig. Vielfalt ohne Marktmacht, Vielfalt auch dafür, dass Umsätze möglichst direkt bei Angestellten und Besitzern kleiner Manufakturen ankommen ist wichtig. Firmen, die in Nischen agieren, behaupten sich meist nicht wegen des Preises für ein Produkt sondern wegen einer Innovation oder deshalb, weil sie die Dinge anders angehen. Diese Andersartigkeit ist nicht per se wichtig aber sie ist oft etwas, dass ich mir als Konsument wünsche und sie kann ein Zeichen sein für gute Produkte, für Nachhaltigkeit und eine richtige Herangehensweise.

Oldschool: Mein neues altes Notebook

Und dann hab ichs getan. Das ist etwa vier Wochen her. Was? Alles fing an, als mein großes Dienst-Notebook damit begann, nach dem Aufklappen kein Bild mehr zu zeigen oder eines, dass dunkel flackerte. Erste Panik verflog, weil der Effekt anfänglich extrem selten auftrat.

Nun ist es gute zwei Jahre weiter und das Display versagt immer öfters den normalen Dienst. Ich überlegte, was ich schon seit dem Auftreten des Fehlers überlegte. Brauchst Du ein neues Notebook oder willst Du reparieren? Gleich damals fand ich heraus, dass sehr wahrscheinlich eine schlechte Marge an Flachbandkabeln, die das Motherboard mit dem Display verbindet Schuld hat an dem Flackern. Andererseits ist mein Notebook gute sieben Jahre in Betrieb. Gut, es gibt schnellere und leichtere Geräte. 15,6″ Display mit einem neun Zellen Akku ist halt eher ein Schlepptop. Andererseits trage ich es selten herum und wenn, dann trag ich es von der Wohnung ins Auto, von dort in den Zug etc.. Die Strecken sind also klein. Egal, ich habe entschieden, dass es Zeit wird für was Neues.

Sofort waren alle Gedanken, die ich mir in den letzten Jahren zu einem neuen Notebook gemacht hatte, wieder da. Fair wäre toll, bestimmte Spezifikationen in Bezug auf die Leistung sollte es auch genügen. 15,6″ Display brauch ich auch nicht mehr. Da ich aber auch noch ein kompaktes Netbook mit 10,1″ nutze, sollte es schon größer sein, vom Display her. 13,3″ sollten es werden. Das ist ja aktuell sowas wie die neue Business-Klasse. Ein fairer Herstellungsprozeß, das stellte sich sehr schnell heraus, ist nicht machbar. Die Untersuchungen, die es zu diesem Thema gibt und auch die Labels, die es da gibt, sind eher Marketing-Instrumente der Hersteller als ernst zu nehmende Beobachtungen und Listen. Zu diesem Zeitpunkt kamen mir Ratschläge von Freunden in den Sinn, die meinten, dass refurbishte Geräte zumindest in Bezug auf Nachhaltigkeit der verbrauchten Energie und der Werkstoffe eine sinnvolle Maßnahme wäre. Ich suchte ein wenig und stieß auf einige Angebote, die mir durchaus reizvoll erschienen. Ich fragte mich allerdings auch, ob ich mich mit dem Kauf eines solchen Gerätes nicht selber betrügen würde. Klar, über die Fairness gegenüber den Arbeitern ist der Kauf eines gebrauchten Gerätes keinen Deut wert. Was aber den biologischen Fingerabdruck angeht, so ist es ein starkes Argument, ein Gerät eben nicht nach zwei Jahren auszurangieren und ein neues zu kaufen, sondern diese Geräte einfach länger im Zyklus zu behalten. Die Rechenpower eines älteren Notebooks ist, jedenfalls für meine Belange, mehr als ausreichend. Zudem bekomme ich noch als Mehrwert, dass ich u.U. ein Notebook wählen kann, dass pre-UEFI ist und damit für mich als potentieller Linux Nutzer ohnehin mehr Wert wäre als ein sehr modernes Notebook, dass einen UEFI-Firmware sein Eigen nennen darf. BIOS rulez! Oder so.

Ich kaufte mir schlußendlich ein Lenovo T410. Es ist mit einer i5 CPU bestückt, hat derzeit 4 GByte RAM (den Arbeitsspeicher kann ich noch erweitern, das war mir wichtig). Es hat ein 14,1″ Display, dass ein wenig abweicht von meiner ursprünglichen Stoßrichtung. Es ist aber okay. Das Display ist matt und hat eine Auflösung von 1440 x 900 Pixel. Auch das ist okay, zumal man via externen Monitor natürlich eine FullHD Auflösung hat. Der Preis? Ich habe 218 Euro bezahlt und war sehr positiv überrascht, in welch gutem Zustand das Gerät ist. Ich tippe gerade diesen Beitrag und ich muss sagen, dass ich bisher mehr als zufrieden bin mit der Auswahl und der Kaufentscheidung. Wenn es nun noch drei vier Jahre hält, dann war das eine wirklich wunderbare Erfahrung, die ich nur weiter empfehlen kann. Derweil erfreue ich mich einfach an dem wunderbaren Gerät. Ein neuer Liebling is in da house.

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