Manjaro Linux. Neue Liebe

Vor einiger Zeit machte mich jemand auf Manjaro Linux aufmerksam. Ich habe es mir gleich herunter geladen und spielte es auf ein freies Stück externer Platte auf. Manjaro ist eine relativ neue, eigenständige Distribution, die ein wenig Arch Linux Tools nutzt und, zuerst und nativ, auf Xfce als Desktop-Umgebung setzt. Manjaro ist eine sogenannte Rolling-Release, d.h. es gibt keine regelmäßigen Versions-Updates, sondern die Entwicklung verläuft stetig und permament. Neuerungen werden zeitnah eingebaut bzw. zum Update bereit gestellt. Ich habe viel Spaß mit Manjaro und überlege derzeit, ob ich es als erstes System verwenden soll. Das wäre nur für ein Unterschied und es würde bedeuten, dass ich es auf die interne Notebook-Platte spiele, wo es sicher noch einmal flotter zugange ginge als ohnehin schon, denn meine interne Platte ist eine SSD.

Epiphany-Browser. Meine (neue) Sicht auf das Internetz

Ein Versuch wird zum Alltag. Always Beta könnte man beinahe sagen. Vor einer guten Woche fing alles an. Angetrieben von dem Gedanken, mich ein wenig von Google zu emanpzipieren, versuchte ich mal wieder, das Internet durch einen alternativen Browser anzuschauen. Meine Wahl fiel auf das Epiphany-Projekt. Ich hatte in der Vergangenheit desöfteren versucht, Epiphany zu meinem Standardbrowser zu machen. Bisher war das vor allem daran gescheitert, dass allzu viele Webseiten nicht korrekt dargstellt wurden und auch dadurch, dass der Anzeigen-Blocker von Epiphany nicht heutigen Standards genügte. Meine Erwartungen waren also an sich nicht besonders hoch.

Alltag mit Epiphany

Schon nach den ersten Klicks war ich überrascht. Epiphany war schon immer sehr sehr schnell, aber was sich mir jetzt zeigte, hatte ich nicht erwartet. Gefühlt (und eben nicht gemessen) stellt Epiphany bezogen auf die Schnelligkeit selbst Googles Chrome-Browser in den Schatten. Noch dazu kommt der Browser in sympathisch asketischer Optik daher und entspricht damit ziemlich exakt meinen Idealen in Sachen Browser-Design. Auch der AdBlocker übte seine Tätigkeit ohne Fehl und Tadel aus. Ich war erstaunt und ertappte mich schon nach wenigen Stunden dabei, dass ich meine Systemsettings dahingehend änderte, dass Epiphany mein Standardbrowser wurde. Well done!

Details. Umdenken. Andersartigkeiten

Und nun steuerte ich auf den größten Unterschied zu. Epiphany geht mit Bookmarks komplett anders um als die großen Browserprojekte von Mozilla und Google. Man taggt Lesezeichen, kann Lesezeichen aber nicht in ein Ordnersystem packen. Man kann sich das Aufbewahren ein wenig so vorstellen wie Gmail den Posteingang sortiert. Dort nennt man das ja Labels. Alle Lesezeichen liegen auf einer Ebene und werden eben nur durch Schlagworte geordnet. Wenn man sehr viele Lesezeichen hat, kann man entweder suchen oder auch Shortcuts vergeben für die oft genutzten Lesezeichen. Für mich ging es nun schlussendlich um die Frage, ob ich bei Epiphany bleiben sollte und in eine andere Lesezeichen-Philosophie investiere oder ob ich mich von der absoluten Andersartigkeit des Abalagesystems abschrecken lasse und wieder in gewohnte Bahnen zurückkehre. Ich entschloss mich erneut zu einem Feldversuch. Ich wollte Epiphany einige Tage testen und wollte ein vollkommen neues Lesezeichenarchiv aufbauen. Im Gegensatz dazu hatte ich sonst immer versucht, die Lesezeichen aus dem Firefox oder aus Chrome einzulesen. Vom ersten Klick an fühlte ich mich wohl mit dem neuen System. Quasi als Abfallprojekt konnte ich so elegant alle Lesezeichen loswerden, die alt waren und die ich einfach noch nicht weggeschafft hatte aus meiner »alten« Lesezeichendatei. Wieder einige Tage weiter habe ich mittlerweile einen neuen Stamm an »Lesezeichen für jeden Tag«. Meine alte Lesezeichen-Datei vermisse ich (bisher) ü-ber-haupt nicht. Stattdessen geniesse ich es, ein wenig mehr Abstand zu haben zu Google. Epiphany-Browser. Meine (neue) Sicht auf das Internetz weiterlesen

Minitunes wurde Musique. Ein kleiner aber feiner Medienplayer

Der Screenshot zeigt Musique auf meinem Rechner.

Wer mit Ubuntu unterwegs ist, der wird i.d.R. seine Musik mit Banshee abspielen. Dieser Medienplayer ist aktuell der Standardplayer, wenn es um das Wiedergeben von Musik geht. Aktuell tut sich aber auch beim Minitunes-Projekt so einiges. Zunächst heißt Minitunes jetzt Musique. Gleichzeitig hat man gerade in diesen Tagen eine neue Version veröffentlicht, die für Linux-Nutzer vor allem einige Bugfixes bringt. Neu ist, dass es Musique jetzt auch für Windows gibt.

Wie kommt Musique auf meinen Rechner?

Die Installation unter Windows brauche ich hier nicht lange zu erklären. Unter Linux ist es sicher am einfachsten, wenn man sich das PPA von Web Upd8 auf den Rechner holt und die Software auf diesem Wege installiert. Man bekommt dann auch gleich Neuerungen mit.

Die Installation

Zunächst öffnet man ein Terminal-Fenster. Danach kann man die nachfolgenden Code-Zeilen einfach in das Terminal kopieren. Linux fragt nach Deinem Passwort und installiert dann drauf los. Einige Sekunden später ist alles vorbei und der Musique Player befindet sich auf Deinem Rechner.

Linux Terminal:~$

sudo add-apt-repository ppa:nilarimogard/webupd8
sudo apt-get update
sudo apt-get install musique

Nach dem ersten Aufruf fragt das Programm nach dem Ordner mit der Musiksammlung. Nach dem auswählen liest Musique die Alben- und Songdaten ein. Das dauert je nach Umfang der Sammlung ein Weilchen. Und nun gilt: Viel Spaß!