Ubuntu, Fedora, Unity, Gnome Shell. Peter, Paul & Mary?

Wenn am 28.4.2011 Canonical das neue Ubuntu 11.04 veröffentlichen wird, dann kann man diesen Tag als einen Neuanfang ansehen. Natty wird die erste Version sein, die als Standard-Desktop-Umgebung nicht Gnome verwendet. Stattdessen wird Canonical eine Eigenentwicklung nutzen, die sich Unity nennt. Seit Mark Shuttleworth, seines Zeichens Mastermind des Ubuntu-Projektes, diese Neuerung angekündigt hat, wurde heiss diskutiert, ob diese Neuerung auch eine Verbesserung darstellen wird. Unity polarisiert, weil es in Sachen Desktop Optik und tägliche Arbeit einen komplett anderen Weg geht als Gnome bisher.

Unity und ich. Der Weg

Ganz eindeutig gehörte ich vom Anschauen der ersten Screenshots des neuen Desktops zu den Kritikern. Man kann ohne Übertreibung sagen: ich war entsetzt. Gerade am Anfang, als es Ankündigungen gab und kaum etwas zum Selber-Probieren, blieb natürlich auch viel Raum für Spekulationen. Mittlerweile habe ich mir Natty auf ein Notebook installiert. Auch wenn die Alpha-Version des Systems für Ubuntu-Verhältnisse ein wenig wackelig war (sonst kann man Alpha-Vorabversionen beinahe schon sicher für den Produktiv-Einsatz hernehmen), so kann man mit ihr arbeiten und vor allem kann man sich die Unity-Welt in Ruhe anschauen, Klick für Klick sozusagen ;-). Ich habe viele Vorurteile abgebaut und habe gelernt, dass das Nutzen einer festen Seitenleiste, auf der wichtige Funktionen gebündelt per One-Klick abrufbar sind, natürlich auch Vorteile hat. Ubuntu, Fedora, Unity, Gnome Shell. Peter, Paul & Mary? weiterlesen

Hardy Heron: Neue Welten mit Ubuntu Linux

Seit einigen Tagen ist es also nun soweit: Ich habe die aktuelle Version von Ubuntu-Linux auf meinen Rechner gespielt. Sie hört auf den Namen Hardy Heron. Meine letzten Erfahrungen mit Linux sind schon ziemlich lange her. Ich hatte eine RedHat Distribution installiert. Sie nahm, genau wie das jetzt mit der Ubuntu Distribuation der Fall ist, einen Teil der Festplatte in Anspruch, die sonst von Windows benutzt wurde. Damals ging eine Installation noch sehr kryptisch vor sich. Auch der Betrieb des Systems kam nicht wirklich ohne die Arbeit auf der Konsole aus. Seither hat sich vieles verändert. Ubuntu hat das Licht der Welt erblickt. Ubuntu ist eine Linux Distribution, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Robustheit von Debian mit einer bis dahin nicht gekannten Einfachheit im Umgang zu verbinden. Ubuntu nutzt Gnome als grafische Oberfläche. Für mich persönlich ist das nach meinem aktuellen Wissensstand genau die Art von Optik, die ich gut finde. Schon aus Neugier werde ich mir aber auch KDE 4 anschauen. Installiert ist es schon :) ..

Ubuntu will kein Windows Ersatz sein

Schon bald wird es soweit sein. Ich brauche noch etwas Hardware und einige Antworten auf noch offene Fragen und dann geht es los. Ich werde meinen alten stationären Rechner zu einem reinen Linux Rechner machen. Dabei werde ich einen Teil der Festplatte im NTFS Format belassen, damit ich diesen Teil als Datamining Station weiterhin nutzen kann. Ansonsten gehört die volle Aufmerksamtkeit Ubuntu. Ich brauche Windows (auf diesem Rechner) nach jetzigem Erkenntnisstand nicht mehr unbedingt und ich will mich auch absichtlich vollkommen in diese wunderbare neue Ubuntu-Welt stürzen. In einem Brief an DEN Windows Nutzer formulieren es die Anhänger der Ubuntu-Community absolut treffend: Sie schreiben, dass Linux an manchen Stellen anders ist als Windows und das dies auch gut ist so. Immerhin wollte Linux kein Windows sein oder werden. Und genau das will ich auf meiner alten Kiste leben. Ein anderes Leben abseits von den kommerziellen Betriebsystemen aus Cupertino und Redmond. Ich freue mich :) ..