Alle Artikel mit dem Schlagwort ‘Umwelt

Sonnenblume
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Umwelt. Wirtschaft. Ob endlich zusammenwächst, was zusammen gehört?

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Noch bin ich nicht überzeugt davon, dass sich alle neuerdings Umwelt und Klima auf die Fahnen schreiben. Allerdings könnte es ein gutes Zeichen sein, dass derweil sogar konservative Kreise sich der Themen annehmen.

Ob Akzeptanz, der Druck der Straße (an den ich allerdings nicht glaube), Einsicht oder doch nur Sommerloch-Thema? Egal. Längst sollte das Thema weiter sein. Und ich spreche jetzt vor allem davon, hier bei uns Regelungen auszuarbeiten und die Zukunft zu beginnen. Bisher wird Umwelt und Wirtschaft vor allem als Gegensatz beschrieben. Ich kann das einfach nicht verstehen. Umwelttechnologien, von der wirklich smarten App zum Steuern von Anlagen bis zu Anlagen selber gibt es unsagbar viele Möglichkeiten, Zukunftsmärkte zu schaffen. Hochtechnologieland Deutschland? Lasst uns endlich anfangen. Die Zukunft hat längst begonnen und wir haben viel Zeit mit sinnlosen Diskussionen vertan.

Mein Rasierer
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Nobel-Hobel. Gedanken über Nicht-Plastik

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Alles fing an mit Plastik. Ich hielt es in der Hand. Ganz konkret hielt ich diesen Nassrasierer in der Hand, der teilweise aus Stahl und teilweise aus Plastik bestand. Ich stand im Badezimmer, noch etwas verschlafen. Ich hatte mir die Zähne geputzt, da war die erste Begegnung des Tages mit Plastik und nun wollte ich mich rasieren. Wieder Plastik. Seit einiger Zeit rasiere ich mich nass. Mein Gesicht war noch nass und ich nahm gerade die neue Tube mit Rasiercreme. Moment, da war es wieder. Wieder war da eine Tube aus Plastik und zwar war es eine Tube, die bei meinem letzten Einkauf noch aus einem metallischem Material bestand. Jetzt war die Rasiercreme umgezogen worden und torpedierte meinen Willen, möglichst viel Plastik zu vermeiden. Ja, zugegeben, als ich im Drogeriemarkt die Tube in die Hand nahm und feststellte, dass sie nun offensichtlich dieselben Tuben dafür hernehmen, in denen ansonsten vor allem Zahncreme ist, war ich sauer. Ich sah nach Alternativprodukten, fand aber nur andere Tuben aus Plastik. Ich kaufte eine Tube. Und entschloss mich dazu, im Netz nach Rasiercreme oder Rasierseife zu suchen, die möglichst wenig umverpackt ist und wenn, dann nicht in Plastik. Ich wurde zuhause auch fündig und bestellte gleich mal drei Stück Rasierseife. Ich nahm nach dem Einschäumen meinen Rasierer in die Hand: Wieder Plastik: Da war auch viel Stahl, aber eben auch Plastik. Allmählich fand ich den Tagesanfang nicht mehr gelungen. Nach dem Anziehen, dem Zubereiten des Kaffees und einem ersten Blick auf EUCH ALLE, also, nach dem ersten Blick ins Netz und in mein Projekt, suchte ich nach einem Rasierhobel. Natürlich sollte es ein Hobel aus Stahl werden oder zumindest aus besser wiederverwertbaren Material. Ich wurde schnell fündig. Da wurden Nobelhobel feil geboten und solche, die bezahlbar waren. Weil ich ü-ber-paupt nicht einschätzen konnte, ob ich ein Rasieren mit einer Einfach-Klinge 1) überlebe und ob sie 2) so gute Ergebnisse zeitigt, dass man das als Rasur bezeichnen kann, wollte ich nicht zuu viel Geld ausgeben. Immerhin habe ich nach kurzer Forschung gleich wieder aufgegeben, mir ein Rasiermesser zu kaufen. Ich wollte 1) weiterleben und 2) wollte ich meine Ausgaben halbwegs beschränken und sah zwar handwerklich toll gemachte Rasiermesser, ich sah aber auch, dass die echten Rasiermesser (echt heißt für mich Rasiermesser aus Stahl und nicht mit auswechselbarer Klinge) geradezu sündhaft teuer sind. Break. Ja, so fing das alles an.

Der Hobel und ich

Ich habe da oben die Herleitung unterbrochen. Ich denke, das Wesentliche dazu ist gesagt. Mein Hobel kam nach einer Woche hier an. Ich habe mir einen aus England bestellt. Ja, ich weiß, da kann man auch schon wieder meckern, wenn man dies durch die ökologische Brille sieht. Er hat mir halt gefallen. Ihr seht ihn ja da oben. Ich mag ihn. Er ist verchromt und vollkommen aus Stahl. der Hobel nutzt Einfachklingen aus Stahl und was soll ich sagen? Nach den ersten drei Litern Blut, den ersten beiden Aufenthalten auf der Intentivstation, nein, halt, ich mache nur Spaß. Der Hobel rasiert prima und ist gut zu handlen. Ja, man muss sich ein wenig umgewöhnen. viel Druck erzeugt Schnitte und man muss sich erst daran gewöhnen, dass man viel Druck gar nicht braucht, weil die Klinge sehr sehr scharf ist. Kein Plastik, dass ich von jetzt an für meine Rasur in die Welt setze. Priiiiima!

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Achtung, Ironie: Verbraucherschutz nach Aignerart

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Im Leben muss man praktisch permanent Prioritäten setzen. Will man einen Menschen kennenlernen, so schaut man sich am besten das Tun desjenigen an. Ilse Aigner geriert sich im Dioxin-Skandal aktuell gerne als Verbraucherschützerin. Naja, vielleicht versteht sie den Begriff einfach ganz anders als ich ..

Wachstum, Wachstum, Wachstum?

Aktuell kann man zum Beispiel auf den Seiten von ZEIT ONLINE nachlesen, dass Frau Aigner dabei ist, die Hürden für die Zulassung von Pestiziden zu senken. Bisher konnte das Umweltbundesamt per Veto diese Zulassung verhindern. Dieses Veto-Recht soll nun abgeschafft werden. Aus dem Landwirtschaftsministerium heisst es, man wolle doppelte Prüfungen vermeiden. Klingt gut, oder? Naja, was solls, wenn dann ohne das mögliche Einschreiten des Umweltbundesamtes hierzulande bald wieder mehr hochgiftige Pestizide erlaubt sind, betreibt man damit sicher eine ganz eigene Variante des Verbraucherschutzes. Verbraucherschutz? Aber ja! Man schützt aktiv Pestizid-Hersteller. Das sind doch schließlich auch Verbraucher. Und schließlich brauchen wir doch dringend Wachstum, Wachstum, Wachstum. Oder etwa nicht?